Ahauser Schlosskonzerte

Auch die kommende Saison bietet ein abwechslungsreiches Programm. Zusammengestellt mit viel Enthusiasmus, Leidenschaft und musikalischem Sachverstand vom künstlerischen Leiter der Konzertreihe, Norbert van der Linde.

Wichtige Informationen

Auch die Saison 2021-2022 kann wegen der Coronasituation nur mit Einschränkungen stattfinden. Ausschließlich unter Einhaltung der behördlichen Abstands- und  Hygieneauflagen können die Konzerte durchgeführt werden. Aus diesem Grund stehen den Besucher*innen wesentlich weniger Sitzplätze im Fürstensaal zur Verfügung. Abonnements können deshalb auch in dieser Saison nicht angeboten werden. Für die neue Saison werden also nur Einzelkarten verkauft.


Alle Maßnahmen für die Konzertabende werden zum Schutz für die Besucher*innen und des Organisationsteams der Kulturabteilung des Kreises Borken durchgeführt.
Alle Besucher*innen müssen die Verhaltensregeln am Konzertabend akzeptieren, die Hygienevorschriften beachten und einhalten. 

Die aktuellen Bestimmungen werden den Besucher*innen jeweils zu den einzelnen Konzerten zur Verfügung gestellt.


Programmübersicht

19. September 2021, 19.30 Uhr

Sjaella

Viola Blache - Sopran
Franziska Eberhardt - Sopran
Marie Fenske - Sopran
Marie Charlotte Seidel - Mezzosopran
Felicitas Erben - Alt
Helene Erben - Alt

 

Nachholkonzert vom 15. März 2020. Eintrittskarten bleiben weiter gültig!
Das ausverkaufte Konzert  aus der Saison 2019-2020 wurde in die Stadthalle im Kulturquadrat verlegt!

 

Es sollte der Abschluss der vergangenen Saison werden und nun – Covid19 geschuldet – streicheln die sechs Damen von Sjaella eben ein Jahr später mit ihren wunderschönen Stimmen unsere Seele. Und nichts andere bedeutet das aus dem Skandinavischen stammende Wort „Sjaella“ ja auch: „Seele“
Wenn man den lupenreinen A cappella Klängen dieses 2005 gegründeten Leipziger Ensembles lauscht, werden wirklich alle Saiten der Seele zum Klingen gebracht. Quer durch alle Epochen und Stilrichtungen fasziniert Sjaella, belegt vom begeisterten Publikum, herausragenden CD-Produktionen, der euphorischen Presse und den zahlreichen Preisen bei nationalen und internationalen Wettbewerben und nicht zuletzt durch Konzerte mit einem Weltstar wie Bobby McFerrin, die jüngst im Gewandhaus stattfanden.
Homogen und individuell, leicht und kernig, präzise und frei – dieser Facettenreichtum ist es, der den Klang von Sjaella ausmacht.
Auch in Ahaus erwartet uns ein kontrastreiches Programm, in dem die Sängerinnen die Grenzen zwischen den Genres gekonnt zerfließen lassen und atemberaubende sechsstimmige Klänge erzeugen.

Lauschen Sie – frei nach Goethe – den musikalischen „Bekenntnissen der schönen Seele(n)“!

 

Programm:

One Charming Night

Skandinavische und deutsche Volkslieder und Kompositionen von John Dowland, Henry Purcell, Hans Lang, Stevie Wonder und anderen

21. November 2021, 19.30 Uhr

Heidrun Holtmann - Klavier

Nachholkonzert vom 6. Dezember 2020. Eintrittskarten bleiben weiter gültig!

Im Beethoven-Jahr kommt man natürlich nicht an den Klaviersonaten dieses großen deutschen Komponisten vorbei. Dabei ist das dritte Schlosskonzert dieser Saison Teil der Idee, alle 32 Beethoven-Sonaten an verschiedenen Orten des Münsterlandes von einer Künstlerin aus dem Münsterland erklingen zu lassen. Für dieses lokale Großprojekt kam natürlich nur die renommierte, in Berlin lebende, aber im Münsterland geborene Pianistin Heidrun Holtmann in Betracht, diese Meisterin der hochdifferenzierten Klanggestaltung, die mit ihren durchdachten Interpretationen und ihrer makellosen Technik seit vielen Jahren die Fachwelt begeistert.

Mit der späten Sonate op. 111 steht dabei in Ahaus eine der gewichtigsten Kompositionen des Beethovenschen Spätwerks auf dem Programm, aber auch die anderen Sonaten dieses Abends lohnen bereits jede für sich das Kommen.

Beethoven selbst war ja bekanntermaßen in die Asbecker Stiftsdame Therese von Zandt verliebt und mit diesem Beethovenprojekt haben die Münsterländer*innen (und natürlich alle anderen auch) die großartige Möglichkeit, sich wieder neu in Beethovens Musik zu verlieben.

 

Programm:

Ludwig van Beethoven: Leichte Sonate g-Moll op. 49 Nr. 1 

                                   Sonate D-Dur op. 28 „Pastorale“ 

                                   Sonate G-Dur op. 14 Nr. 2 

                                   Sonate c-Moll op. 111

19. Dezember 2021, 19.30 Uhr

Wassily Gerassimez - Violoncello & Nicolai Gerassimez - Klavier

 

Junge Talente wieder einzuladen, die in den Schlosskonzerten im Teenageralter als „Stars von morgen“ aufgetreten sind, ist deshalb besonders interessant, weil das damalige „Morgen“ ja das „Heute“ von heute ist. Und heute ist der Name Gerassimez in der Welt der Kunstmusik in aller Munde. Das treue Ahauser Publikum ahnte schon vor 15 Jahren, dass hier Großes heranwuchs.

Nicolai und Wassily Gerassimez sind als Solisten bei den großen Wettbewerben mit Preisen überhäuft worden, aber sie bilden vor allem auch ein Duo, dessen Zusammenspiel einen unerhörten Verschmelzungsgrad erreicht, ein Duo, das „...mit berauschender Musizierfreude und delikater Sensibilität“ aufwartet, wie die Musikkritik schreibt. Zudem komponieren sie auch noch selbst und sind „Weltmusiker“ im besten Sinne. Daher nehmen die beiden Brüder uns bei diesem Konzert auch mit auf eine musikalische Reise einmal quasi rund um den Globus: von Amerika zum Orient. Der erste Teil sprüht von modernem amerikanischen Esprit und nimmt auch einige Anleihen beim Jazz, im zweiten Teil dominieren ungeheuer spannende und abwechslungsreiche Kompositionen von Wassily Gerassimez, die von den höchst vielfältigen Sinneseindrücken seiner Konzertreisen durch den nahen und ferneren Osten inspiriert sind.

Gehen wir nach der Pandemie doch zusammen auf diese spannende Weltreise...!

Programm: Zwischen Amerika und dem Orient

Kompositionen von George Gershwin, Fazil Say, Errol Garner, Duke Ellington, Wassiliy Gerassimez und anderen

9. Januar 2022, 19.30 Uhr

Notos Quartett

Sindri Lederer - Violine
Andrea Burger - Viola
Philip Graham - Violoncello
Antonia Köster - Klavier

Nachholkonzert vom 7. Februar 2021. Eintrittskarten bleiben weiter gültig!

Wenn man von Günter Pichler, dem Primarius des Alban Berg Quartetts, als derzeit „bestes Klavierquartett“ geadelt und vom Fono-Forum als „das herausragende Kammermusikensemble der Gegenwart“ bezeichnet wird und wenn Zubin Mehta schwärmt: „The Notos Quartet is a fantastic ensemble“, dann hat man in der Welt der Klassik die bestmöglichen Referenzen.

Mal sanft und mal stürmisch soll „Notos“, der Südwind Griechenlands, sein, der dem Ensemble als Namensgeber dient, und genau das ist es auch, was das Publikum neben der überwältigenden technischen Perfektion bei diesem Quartett so begeistert: die große Leidenschaft und die außerordentliche Sensibilität beim Ausloten des musikalischen Ausdrucks.

Mit Mozarts und Brahms´ Klavierquartetten hat das Notos Quartett für Ahaus Werke ausgewählt, die in Faktur und Ausdruck sehr verschieden sind und so nicht nur die extraordinären musikalischen Fähigkeiten dieses Ensembles fordern, sondern auch einen höchst abwechslungsreichen und faszinierenden Konzertabend versprechen. Ergänzt wird dies durch ein Stück mit Seltenheitswert: Kammermusik des großen Sinfonikers Gustav Mahler. Erhalten ist leider nur ein Satz aus seinem Klavierquartett, aber der hat es in sich…


Programm:

Wolfgang Amadeus Mozart:  Klavierquartett in g-Moll KV 478
Gustav Mahler:    Klavierquartettsatz in a-Moll
Johannes Brahms:    Klavierquartett in A-Dur op. 26

 

 

13. Februar 2022, 19.30 Uhr

Fratres Trio
Fedor Rudin
- Violine
Hayrapet Arakelyan - Saxophon
Florian Noack - Klavier

 

Es scheint ein Widerspruch in sich, eine Art Contradictio in Adjecto zu sein, wenn immer öfter von „junger Klassik“ oder - noch moderner - von „young classic“ die Rede ist. Klassische Musik - das hat doch nichts zu tun mit jugendlicher Frische, sondern sie ist langweilig, rückwärtsgewandt, verstaubt und nur etwas für ältere Leute.

Mit diesen Vorurteilen und Klischees räumen die Ahauser Schlosskonzerte immer wieder gerne auf, denn im Grunde ist die sogenannte Klassik „jung geblieben“, hat sich selbst immer wieder neu erfunden und gerade im Moment gibt es viele junge Ensembles, die der Klassik geradezu eine Frischzellenkur verschaffen. Ein Ensemble dieser Art ist das Fratres Trio. Zu den „klassischen Instrumenten“ wie dem Klavier und der Geige gesellt sich ein Instrument, das zumeist als reines Jazz-Instrument angesehen wird: das Saxophon.

Wenn sich dann international so hochdekorierte, aus drei verschiedenen Ländern stammende Künstler wie Fedor Rudin, Hayrapet Arakelyan, und Florian Noack zu „Fratres“, also zu (musikalischen) „Brüdern“ zusammenschließen und sich bei ihnen auch noch die beiden vermeintlichen Gegenpole Klassik und Jazz miteinander „verbrüdern“, dann entsteht ein neuer Typus von Trio: virtuos, spannend und explosiv.

Werden Sie doch am 13. Februar 2022 einfach Mitglied dieser besonderen musikalischen „Bruderschaft“ … und „Schwesternschaft“.

Programm: The Sound of the 20S

Werke von Darius Milhaud, Igor Strawinsky, Maurice Ravel, Fats Waller, George Gershwin und anderen

3. April 2022, 19.30 Uhr

Horszowski Trio

Jesse Mills - Violine
Ole Akahoshi - Violoncello
Rieko Aizawa - Klavier

 

Was für ein legendärer Name: Horszowski Trio.

Mieczysław Horszowski (1892-1993) – gesuchter Kammermusiker, langjähriger Klavierbegleiter von Pablo Casals, bewundert von Maurice Ravel und Arturo Toscanini und über Jahrzehnte ein verehrter Lehrer am Curtis Institute (USA).  Rieko Aizawa, die Pianistin des Trios, war die letzte Schülerin von Mieczysław Horszowski, diesem unvergessenen Großmeister am Klavier.

Sie treten also in große Fußstapfen, Jesse Mills, Ole Akahoshi und eben Rieko Aizawa, aber sie füllen sie aus. Von der New York Times als „eindrucksvoll […] und (als) die derzeit überzeugendste amerikanische Kammermusikformation“ gepriesen, beweisen die Drei stets aufs Neue, zu welcher aufregenden Ausdrucksfreiheit langjähriges Zusammenspiel beflügelt.

Ein weiterer Rezensent einer amerikanischen Zeitung, der Musikzeitschrift „The Gramophone“, nannte das Spiel des Trios „vorbildlich“, er erkannte „eine hochkarätige Formation“ und geriet am Schluss geradezu ins Schwärmen: „Ich sehne mich danach, mehr vom Horszowski Trio zu hören.“

In Ahaus erfüllen wir gerne solche Sehnsüchte: am 3. April 2022 im Fürstensaal des Schlosses.


Programm:

Antonín Dvořák: Klaviertrio Nr. 4 in e-Moll, op. 90 „Dumky”

Elliott Carter: Epigramme für Klaviertrio

Robert Schumann: Klaviertrio Nr. 1 in d-Moll

 

 

 


Folgende Konzerte aus der Saison 2020/21 werden erst in der Saison 2022/23 nachgeholt:

Alle erworbenen Eintrittskarten behalten Gültigkeit.

17. Januar 2021, 19.30 Uhr

ensemble 4.1

Thomas Hoppe - Klavier
Jörg Schneider - Oboe
Alexander Glücksmann - Klarinette
Sebastian Schindler - Horn
Christoph Knitt - Fagott

Den fünf Herren – vier Bläser und ein Pianist (= 4.1) – merkt man bei ihren Bühnenauftritten an, wie viel Spaß klassische Musik machen kann. Ihre Mischung aus Leichtigkeit und Konzentration und ihr geradezu magisches Zusammenspiel begeistern das Publikum weltweit. Ihrem legeren Auftreten und ihrer entspannten Souveränität verdanken die Fünf auch ihren von der Fachpresse verliehenen Ehrentitel: „Die Easy Rider der Klassik“.

Ihr durchschlagender Erfolg mutet insofern überraschend an, als sich diese „Easy Rider“ weitab vom Mainstream bewegen und in einer besonders vernachlässigten Gattung reüssieren: dem Bläserquartett plus Klavier. Man wird nach diesem Konzertabend kaum verstehen, warum diese Gattung im Konzertbetrieb ein solches Mauerblümchendasein fristet, denn an den vorliegenden Kompositionen für diese Formation kann es nicht liegen.
Mit Wolfgang Amadeus Mozarts wunderbaren Quintett wird in Ahaus dabei eines der Hauptwerke für diese Besetzung ebenso zu hören sein wie das unglaublich klangschöne Quintett des wohl nur Fachleuten bekannten Heinrich von Herzogenberg oder das innovative, wirkungsstarke Stück „Jerusalem Mix“ von Avnor Dorman.

Kommen Sie doch einfach mit auf die musikalische Road-Tour dieser Easy Rider der Musik, die schon jetzt Kultstatus genießen.


Programm:

Wolfgang Amadeus Mozart:  Quintett Es-Dur KV 452
Avnor Dorman:                    Jerusalem Mix
Heinrich von Herzogenberg:  Quintett Es-Dur op.

 

 

14. März 2021, 19.30 Uhr

INGENIUM Ensemble

Blanka Čakš - Sopran
Petra Frece - Mezzo-Sopran
Blaž Strmole - Tenor
Domen Anžlovar - Tenor
Matjaž Strmole - Bariton
Ambrož Rener - Bass

Den Abschluss der Saison bildet dieses Mal ausnahmsweise ein siebtes Saisonkonzert und dies wiederum mit A-cappella-Gesang - beide Besonderheiten sind ebenfalls dem Corona-Virus geschuldet.
Der besondere Reiz dieser durch höhere Gewalt evozierten „Doppelung“ liegt aber vielleicht genau im Vergleich der stimmlichen und programmspezifischen Unterschieden und Ähnlichkeiten zwischen dem Frauenensemble Sjaella – dem sechsten Saisonkonzert – und dem gemischtstimmigen INGENIUM Ensemble des letzten Konzertabends dieser Saison.
 
Das INGENIUM Ensemble ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe und hat bei Voces8, Singer Pur und den King´s Singers „gelernt“. Bei diesen Referenzen – waren doch Singer Pur, Voces8 und die King’s Singers allesamt in den letzten Jahren bereits umjubelte Gäste bei den Ahauser Schlosskonzerten – darf man sich auf das Programm „Leben und Lieben“ dieses jungen Weltklasse-Vokalensembles freuen.

Lassen Sie sich also das große Saisonfinale nicht entgehen!


Programm:

„Leben und Lieben“ – Weltliche Vokalmusik vom Madrigal bis zum Popsong

Slowenische und deutsche Volkslieder und Kompositionen von Hans Leo Hassler, Orlando di Lasso, George Gershwin, Randy Newman, Paul McCartney, Billy Joel und anderen


Preise und Information

Erwachsene: 15,00 Euro
Schüler/Studenten: 7,50 Euro

Die Eintrittskarten müssen jeweils bis spätestens eine Woche vor dem Konzert erworben werden. Die bestellten Karten werden nur auf Rechnung zugeschickt und sind von der Rückgabe ausgeschlossen.
An den Konzertabenden gibt es keine Abendkasse.


Die Plätze sind nummeriert. Garderobengebühr und Abendprogramm sind im Eintrittspreis enthalten.

 

Die Konzerte finden im Fürstensaal von Schloss Ahaus, Sümmermannplatz 1, D-48683 Ahaus statt. Konzertbeginn ist jeweils um 19.30 Uhr an einem Sonntag.

Das 1. Schlosskonzert findet in der Ahauser Stadthalle an der Wüllener Straße 18 statt. Parkplätze finden Sie neben und gegenüber der Stadthalle.

Kartenbestellung:

kult Westmünsterland
Kreis Borken / Fachabteilung Kultur
Kirchplatz 14
48691 Vreden

Tel. 02861 / 681 4282 oder per E-Mail an t.wigger@kreis-borken.de