Nachgebautes Monopoly mit Suralin-Spielfiguren, Zwickau um 1970 Leihgabe: playing history Berlin Foto: Emad Daood, LWL-Medienzentrum für Westfalen
Nachgebautes Monopoly mit Suralin-Spielfiguren, Zwickau um 1970 Leihgabe: playing history Berlin Foto: Emad Daood, LWL-Medienzentrum für Westfalen Das kapitalistische Spiel "Monopoly" war in der DDR zwar verboten, aber ebenso beliebt. Wer das Spiel aus dem Westen kannte und es dennoch spielen wollte, musste es selbst nachbauen. Das hier gezeigte Spiel wurde schon in den 1970er Jahren gespielt. Es wurde von Matthias Göpner angefertigt. Nach der Wende kamen Original-Häuser und Geldscheine hinzu.

Do IT YOURSELF!

Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes für Westfalen im kult Westmünsterland

27. Juni bis 22. August 2021

 

Wolle spinnen, Kleidung flicken, Brot backen: Früher gab es oft keine andere Option, als Dinge selber zu machen. Doch heute stehen Menschen immer öfter vor der Frage:  Selbermachen oder kaufen? In den letzten Jahren ist das Selbermachen oder “Do it yourself” wieder voll im Trend: In der Bahn wird gestrickt, in Gemeinschaftsgärten Gemüse gezogen, in Repair-Cafés werden Räder und Radios repariert. Aber warum machen Menschen Dinge selber, obwohl sie es nicht mehr müssten? Die Ausstellung “Do it yourself! Die neue Lust aufs Selbermachen” des LWL-Museumsamtes für Westfalen verfolgt, wie sich Motivationen zum Selbermachen seit den 1950er Jahren verändert haben. Sie zeigt Grenzen und Übergänge zwischen historischen und aktuellen Formen des Selbermachens und wirft dabei auch einen kritischen Blick auf den DIY-Boom.

 


Begleitprogramm:

 

 

Dienstag, 29. Juni, 19:30 Uhr

Vortrag: Zero waste

"Wertvoll leben ohne Plastik durch kreatives Handeln"
Referentin:Birgitta Bolte

 

 

 

 

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„Klimawandel, Feinstaubalarm, riesige Müllteppiche und unglaubliche Mengen an Mikroplastik in den Meeren, Gifte in Kleidung und hormonverändernde Weichmacher in unseren Nahrungsmitteln - das darf nicht unsere Zukunft sein“, so die überzeugte Meinung von Birgitta Bolte. Zu diesen Themen, aber auch zu Erfahrungen aus ihrem ganz persönlichen Alltag als Konsequenz daraus, wird Brigitta Bolte sehr eindrucksvoll berichten.

Was für sie vor einigen Jahren mit dem „Plastik fasten“ vor Ostern anfing, ist heute für Birgitta Bolte zur absoluten Überzeugung und alltäglich geworden. Nur noch das zu konsumieren, was man wirklich braucht, der weitest gehende Verzicht auf Plastik und die Reduzierung des Mülls, das ist es, was Familie Bolte Spaß bereitet und für Birgitta Bolte zur Leidenschaft geworden ist. Darauf zu achten, dass der ökologische Fußabdruck stetig reduziert wird hat dafür gesorgt, dass viele Dinge im Leben ihrer Familie viel bewusster, nachhaltiger, sehr viel „weniger“ werden.

Birgitta Bolte beeindruckt als Referentin zu dem Thema mit fachlichem Wissen, ihren ganz praktischen Erfahrungen und ihrer Überzeugung, bewusst zu konsumieren und zwar ganz ohne den erhobenen Zeigefinger! Hierbei steht auch immer wieder die Idee des Selbermachens als Alternative z.B. im Haushalt oder im Badezimmer als Möglichkeit der Müllvermeidung im Focus.

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Begleitprogramms der Sonderausstellung „do it yourself“ des LWL Westfalen-Lippe, die in der Zeit vom 27.06.-22.08.2021 im kultWestmünsterland in Vreden ausgestellt ist und sich mit der Kulturgeschichte des Selbermachens beschäftigt. Auch der Ansatz der Müllvermeidung und -wiederverwertung stellt eine spezielle Form des „Selbermachens“ im Rahmen alternativer und meist auch kreativer Handlungsmöglichkeiten dar.

Der Eintritt ist frei!

 

Eine Voranmeldung ist erforderlich unter kult@kreis-borken.de oder Tel: 02861/6811415; der Eintritt ist kostenlos!

Es gelten die aktuellen Vorgaben der CoronaSchVo NRW, die auch eine Maskenpflicht, das Vorliegen eines negativen Coronaschnelltests sowie die Rückverfolgbarkeit der Daten sicherstellen.

 

Sonntag, 25. Juli, 15:00 Uhr

Führung in Gebärdensprache

Einstündige Tandem-Führung mit einem/r Gebärdendolmer:in

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Wolle spinnen, Kleidung flicken, Brot backen: Früher gab es oft keine andere Option, als Dinge selber zu machen. Doch heute stehen Menschen immer öfter vor der Entscheidung:  Selbermachen oder kaufen? In den letzten Jahren ist das Selbermachen oder “Do it yourself” wieder voll im Trend: In der Bahn wird gestrickt, in Gemeinschaftsgärten Gemüse gezogen, in Repair-Cafés werden Räder und Radios repariert. Aber warum machen Menschen Dinge selber, obwohl sie es nicht mehr müssten? Die Ausstellung “Do it yourself! Die neue Lust aufs Selbermachen” des LWL-Museumsamtes für Westfalen verfolgt, wie sich Motivationen zum Selbermachen seit den 1950er Jahren verändert haben. Sie zeigt Grenzen und Übergänge zwischen historischen und aktuellen Formen des Selbermachens und wirft dabei auch einen kritischen Blick auf den DIY-Boom.

Die Führung ist kostenlos, der Eintritt in das Museum ist für diese Veranstaltung frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Hygienevorschriften (Maske tragen, Abstand halten, Desinfektion der Hände) werden eingehalten.

 


Tischbohrmaschine für Hobby-Handwerker:in Leihgabe: LWL-Freilichtmuseum Hagen, Westfälisches Landesmuseum für Handwerk und Technik Foto: Tuula Kainulainen, LWL-Medienzentrum für Westfalen
Tischbohrmaschine für Hobby-Handwerker:in Leihgabe: LWL-Freilichtmuseum Hagen, Westfälisches Landesmuseum für Handwerk und Technik Foto: Tuula Kainulainen, LWL-Medienzentrum für Westfalen Die Tischbohrmaschine von 1934 ist auf das Untergestell einer Nähmaschine montiert und wird von einem Elektromotor über den flachen Lederriemen angetrieben. Ein selbstgebauter Schleifbock dient dem Schärfen der Bohrer. Er ist über den Original-Rundriemen der Nähmaschine mit dem Motor verbunden. Das Bohren von Holz und Metall ist auf drei Bohrtischen in unterschiedlicher Höhe möglich. Die Maschine wurde bis 1995 vor allem zum Bau einer Modelleisenbahn genutzt.
Rasenmäher der Marke Eigenbau, Bad Köstritz, um 1970  Leihgabe: Stadtmuseum Jena Foto: Emad Daood, LWL-Medienzentrum für Westfalen
Rasenmäher der Marke Eigenbau, Bad Köstritz, um 1970 Leihgabe: Stadtmuseum Jena Foto: Emad Daood, LWL-Medienzentrum für Westfalen Dieser Rasenmäher wurde in der ehemaligen DDR angefertigt. Der Unterbau besteht aus einem Puppenwagengestell mit selbstgedrechseltem Holzaufsatz, in welchem der Motor einer Wäscheschleuder und das Messer eingesetzt und befestigt wurden. Die rote Kunststoffschüssel dient der Abdeckung des Motors.